Kseniia Gerasimenko ist freischaffende Künstlerin, die vor etwa drei Jahren nach Österreich immigrierte und heute in Linz lebt. Ihre künstlerische Praxis ist eine Einladung, den Blick zu schärfen für die kleinen, oft übersehenen Wunder des Alltags – für flüchtige Stimmungen, poetische Details und stille Geschichten, die in unserer Umgebung verborgen liegen.
Mit großer Leidenschaft versucht Kseniia in ihren Werken die Magie der Welt um uns herum einzufangen – nicht als Flucht aus der Realität, sondern als ein Mittel, sie neu zu betrachten. In der hier präsentierten Serie liegt der Fokus auf der Reflexion von Schönheit, dem Staunen über den gegenwärtigen Moment und dem freien Spiel zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Traumähnliche Kompositionen entstehen, in denen sich Innen- und Außenwelt, Erinnerungen und Beobachtungen, Intuition und Struktur miteinander verweben.
Nach dem Umzug nach Österreich wurde Kunst für Kseniia mehr als nur eine berufliche Tätigkeit – sie wurde zu einem inneren Anker, zu einem Werkzeug der Verarbeitung und Orientierung. Der kreative Prozess half ihr, sich in einer neuen Umgebung einzuleben, Gefühle einzuordnen und sich selbst neu kennenzulernen. Für sie ist das Künstlerische ein Weg, mit Unsicherheit umzugehen, das Schöne trotz – oder gerade wegen – der Herausforderungen des Lebens zu erkennen und die eigene Verletzlichkeit in Stärke zu verwandeln.
Kseniia glaubt, dass auch schwierige Erfahrungen ein Geschenk sein können: Sie machen Menschen empfänglicher, flexibler, sensibler für Zwischentöne. Alles, was man braucht, ist die Bereitschaft, genau hinzuschauen, sich berühren zu lassen, dem inneren Kind zuzuhören – und sich hin und wieder ein wenig Verspieltheit zu erlauben.
Ihre Inspiration findet sie überall: in der Natur, in Gesprächen, in urbanen Szenen, im Licht auf einer Hauswand, in Momenten des Innehaltens. Menschen stehen oft im Mittelpunkt ihrer Arbeiten – mit ihren Emotionen, Gedanken und inneren Welten. Diese Auswahl von Werken konzentriert sich auf Gefühle: auf die Erwartung von Veränderung, das Staunen über das Leben, die stille Ehrfurcht vor der Natur. Es sind Bilder, die berühren möchten.